Völkerschauen im Frankfurter Zoologischen Garten 1878–1931. Zwischen Exotismus, Vorurteilen und Inszenierung
Der Frankfurter Zoologische Garten war im Zeitraum von 1878 bis 1931 regelmäßig Schauplatz sogenannter Völkerschauen: Personen aus fernen Ländern wurden vor einem Publikum von mehreren tausend Menschen präsentiert. Was damals als aufregendes Spektakel galt, war geprägt von den kolonialen Vorstellungen und Vorurteilen. Der Vortrag bietet Einblicke in ein bislang wenig beachtetes Kapitel der Frankfurter Stadtgeschichte. Basierend auf jahrelanger Quellenrecherche konnten etwa 40 Schauen und deren Ablauf anhand zeitgenössischer Presseberichte sowie Details zu den Darstellenden und Publikumsreaktionen rekonstruiert werden. Der Vortrag lädt ein, sich mit Frankfurts kolonialem Erbe auseinanderzusetzen und gemeinsam zu diskutieren, wie sich Erinnerungskultur verantwortungsvoll gestalten lässt.
Völkerschauen im Frankfurter Zoologischen Garten 1878–1931. Zwischen Exotismus, Vorurteilen und Inszenierung
12.2. 19.00 Uhr / Weltkulturen Museum
Weltkulturen Museum
Sachsenhausen, Schaumainkai 29–37
Städel