© Museum Goch
self on stage
In Zeiten der sozialen Medien ist die Inszenierung des weiblichen Selbst zu einer Praxis geworden, die mit den emanzipatorischen Anliegen früherer Generationen nur noch wenig zu tun hat. Auf Instagram wird der Hashtag „selfstaging“ großzügig interpretiert und nicht zuletzt von Frauen benutzt, die schon ihr bloßes Lächeln für den Bruchteil einer Sekunde als Inszenierung begreifen. Mit wie viel mehr Ernsthaftigkeit der Begriff in der Kunst behaftet ist und wie viel mehr Einsatz dort erbracht wird, belegt seit mehr als einem halben Jahrhundert, was vereinfacht „feministische Fotografie“ genannt wird. Als Modell, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion reagierten Künstlerinnen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit beklemmenden visuellen Metaphern auf ihre von außen festgelegte Rolle und ihre Suche nach Wegen der Selbstbefreiung, die sie mitunter bis an die Grenze der Selbstzerstörung führten. Eine Ausstellung über die Selbstinszenierung von Frauen in der Zeitgenössischen Kunst kuratiert von Freddy Langer. Teilnehmende Künstlerinnen: Elina Brotherus, Michaela Norup, Loreal Prystaj, Susam Copich, Rachel Feinstein, Alicia Rodriguez Alvisa, Marine Foissey, Corinne Rusch, Kourtney Roy, Cloe Janis, Emma Sarpaniemi, Bede Kinsco, Kirsten Becken, Martina Stapf, Lilith Terra, Sophie Laukant, Isabelle Wenzel und weitere
self on stage
8.–11.9. 10.00–17.00 Uhr, 12./13.9. 11.00–17.00 Uhr, 15.–18.9. 10.00–17.00 Uhr, 19./20.9. 11.00–17.00 Uhr, 22.–25.9. 10.00–17.00 Uhr, 26./27.9. 11.00–17.00 Uhr, 29.–30.9./2.10. 10.00–17.00 Uhr, 3./4.10. 11.00–17.00 Uhr, 6.–9.10. 10.00–17.00 Uhr, 10./11.10. 11.00–17.00 Uhr, 13.–16.10. 10.00–17.00 Uhr, 17./18.10. 11.00–17.00 Uhr, 20.–23.10. 10.00–17.00 Uhr, 24./25.10. 11.00–17.00 Uhr, 27.–30.10. 10.00–17.00 Uhr, 31.10./1.11. 11.00–17.00 Uhr, 3.–6.11. 10.00–17.00 Uhr, 7./8.11. 11.00–17.00 Uhr, 10.–13.11. 10.00–17.00 Uhr, 14./15.11. 11.00–17.00 Uhr / Museum Goch
Museum Goch
Goch, Kastellstraße 9