© Jonas Maron
Monika Maron
Monika Maron ist am 3. Juni dieses Jahres 85 Jahre alt geworden. Sie ist unbequem, angriffslustig und meinungsfreudig. In Berlin geboren, wuchs sie zunächst im Westen der Stadt auf. 1955 lernte ihre Mutter den späteren DDR-Innenminister Karl Maron kennen und die Familie zog nach Ostberlin um. Maron arbeitete als Regieassistentin und Reporterin. 1981 gelang ihr mit dem Roman „Flugasche”, in dem sie ihre Erfahrungen im Chemierevier der DDR in Bitterfeld und Halle beschrieb, der Durchbruch. Das Buch durfte in der DDR nicht erscheinen, im Westen aber machte es sie berühmt. Seit den 2010er-Jahren mischt sich Maron immer wieder in öffentliche Debatten ein und äußert sich kritisch gegenüber Zuwanderung und der Regierung Merkel, was ihr nicht nur Freunde macht. Der S. Fischer Verlag setzte sie 2020 nach vierzigjähriger Zusammenarbeit vor die Tür, was für Proteste sorgte. Nun hat Maron, die 1988 die DDR verlassen hatte, ihre Tagebücher unter dem Titel „Immer noch freundlich, aber kaum geduldig” veröffentlicht.
Monika Maron
5.7. 11.00 Uhr / Haus am Dom
Haus am Dom
Altstadt, Domplatz 3