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© Peter-Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann

Ein Schabbes bei Max und Yvette in Straßburg, an dem ein Gefillter Fisch wie einst in Polen und Galizien serviert wird, öffnet den Blick auf eine Welt, die heute kaum noch existiert. Aus diesem Kosmos entwickelt Barbara Honigmann ihr neues Buch. Sie folgt dem Freundeskreis ihrer Eltern, einem kommunistisch geprägten jüdischen Milieu, das die Schoah im Exil überstand und nach dem Krieg in Budapest, Moskau oder Ost Berlin neu begann. Dazu gehören Mischka, die dem Gulag entkam und später Dichter und Dissidenten empfing, und Irén, die zur ungarischen Nomenklatura zählte und den Kreis jährlich einlud, obwohl ihr Mann dem stalinistischen Terror zum Opfer fiel. In „Mischka“ verdichtet Honigmann drei solcher Lebensläufe zu präzisen, leisen und zugleich witzigen Prosastücken, die Erinnerungen bewahren und die Brüche des 20. Jahrhunderts sichtbar machen.


Barbara Honigmann

5.5. 19.30 Uhr / Literaturforum im Mousonturm

Literaturforum im Mousonturm

Ostend, Waldschmidtstraße 4

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