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© Joanna_C._Schroeder

Alice Hasters

Ob in Talkshows, bei Bundestagsdebatten, auf Schulhöfen oder beim Abendessen: Überall wird über Opfer gesprochen und es scheint, als gäbe es sie überall. Doch heute sind Opfer nicht mehr zwangsläufig Menschen, denen Unrecht widerfahren ist, sondern diejenigen, die die als verweichlicht gelten. In ihrem neuen Buch „Anti Opfer“ fragt Alice Hasters, was in einer Gesellschaft passiert, in der Sensibilität als Schwäche gilt, während das „Recht des Stärkeren“ als unproblematisch und authentisch betrachtet wird. Sie beschreibt einen kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem autoritären Aufschwung einhergeht. Doch auch solche Systeme brauchen inszenierte Opfer, um eine Politik der Härte zu begründen. Mit unbeirrter Klarheit beschreibt Hasters im Gespräch mit der Schriftstellerin Yandé Seck diese gewaltvollen Mechanismen und stellt ihnen die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.


Alice Hasters

1.6. 19.30 Uhr / Literaturhaus Frankfurt

Literaturhaus Frankfurt

Innenstadt, Schöne Aussicht 2