© Torsten Halsey
Transport ins Ungewisse – Menschliche Fracht
Die Ausstellung thematisiert die wechselhafte Nutzung dieses Güterwagens in der deutschen Geschichte und setzt dabei einen klaren Schwerpunkt auf die ideologisch motivierte Ausgrenzungs-, Verfolgungs- und Vernichtungspolitik der NS-Herrschaft von 1933 bis 1945 als Teil der hessischen Geschichte. Der zwischen 1910 und 1927 produzierte Wagentyp war der meistgebaute gedeckte Güterwagen in Deutschland und blieb bis 1976 im Einsatz. Er diente nicht nur als Transportmittel für Waren, sondern spielte auch in den zentralen Ereignissen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurden mit Güterwagen dieses Typs Millionen Soldaten und Pferde an die Front transportiert. Ab 1941 nutzte die Deutsche Reichsbahn den G 10 neben anderen Güterwagen zur Deportation von Verfolgten des Nationalsozialismus in Ghettos und Konzentrationslager. Allein zwischen Oktober 1941 und September 1942 wurden mehr als 15.500 Menschen jüdischer Herkunft aus rund 250 hessischen Städten und Dörfern verschleppt.
Transport ins Ungewisse – Menschliche Fracht
November - Februar: Sa/So 10–17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr) / Freilichtmuseum Hessenpark
Freilichtmuseum Hessenpark
Neu-Anspach, Laubweg 5
Anspach Hessenpark: Bus 514, Anspach Neu-Anspach Bahnhof: R15, Bus 502/513/514