© Dominik Reichenbach
Jo van Nelsen
Ende der Sechzigerjahre veränderte sich Frankfurt rasant. Alte Häuser verschwanden, neue Hochhausplanungen bestimmten das Stadtbild, besonders im Westend, wo Marie Luise Kaschnitz seit 1941 lebte. Ihre Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1966 und 1967 halten diese Umbrüche mit feinem Blick fest. Sie zeigen eine Autorin, die im klassischen Bildungskanon verwurzelt ist und zugleich aufmerksam, offen und wach auf ihre Umgebung reagiert. Jo van Nelsen stellt eine Auswahl dieser leisen, präzisen Texte vor und verbindet sie mit Toncollagen, die das damalige Umfeld hörbar machen. Die Lesung würdigt Kaschnitz anlässlich ihres 125. Geburtstags und fügt sich in das Programm von „Frankfurt liest ein Buch“ ein.
Jo van Nelsen
21.4. 19.30 Uhr / Holzhausenschlösschen
Holzhausenschlösschen
Nordend, Justinianstraße 5
U1–3, Bus 36 Holzhausenstraße