© Frankfurter Stadtevents
Geschichte in Stein gemeißelt – Kriegerdenkmale: Ihre Entstehung und Interpretation
Was erzählen Kriegerdenkmale über Krieg, Heldentum und Erinnerung? Entdecken Sie bei einem historischen Rundgang durch Frankfurt drei bedeutende Denkmale aus unterschiedlichen Epochen. Erfahren Sie, welche politischen Botschaften hinter ihren Symbolen und Inschriften stecken, wie sich das Gedenken an gefallene Soldaten verändert hat und warum der Umgang mit kriegsverherrlichenden Monumenten bis heute Fragen aufwirft.. Geschichte in Stein gemeißelt – Kriegerdenkmale: Ihre Entstehung und Interpretation Kriegerdenkmale prägen bis heute das Stadtbild und erinnern an die Gefallenen vergangener Kriege. Doch welche Geschichten erzählen sie wirklich? Welche historischen Ereignisse, politische Vorstellungen ... Darstellungen? Bei diesem Rundgang durch die Geschichte durch Frankfurt entdecken Sie drei Kriegerdenkmale aus unterschiedlichen Epochen und erfahren, wie sich die Erinnerungskultur vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt hat. Die erste Station führt Sie zum Hessendenkmal an der Friedberger Landstraße. Es erinnert an hessische Soldaten, die 1792 bei der Vertreibung französischer Truppen aus Frankfurt ums Leben kamen. Erfahren Sie, welche Bedeutung die mythologische Darstellung besitzen und wie hier erstmalig der Kampf für Vaterland und Nation auch einfache Soldaten erinnerungswürdig machte. Anschließend betrachten Sie das Kriegerdenkmal in Preungesheim, das 1884 zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 errichtet wurde. Die mit Lorbeer und Eichenlaub geschmückte Siegessäule steht beispielhaft für Nationalstolz und Verehrung des Militarismus im Deutschen Kaiserreich". Sie erfahren, wie die Reichsgründung von 1871 die Erinnerungskultur beeinflusste und welche Rolle Kriegervereine dabei spielten. Die dritte Station ist das Kriegerdenkmal auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Das 1928 eingeweihte Monument mit seiner liegenden Soldatenfigur erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und wurde später mit einer Inschrift zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges ergänzt. Hier beschäftigen Sie sich mit der Frage, warum viele Denkmale den Tod von Soldaten als Opfer für das Vaterland deuteten, statt die Schrecken des Krieges und die Bedeutung des Friedens in den Mittelpunkt zu stellen. Der Rundgang lädt Sie dazu ein, Geschichte kritisch zu hinterfragen und Denkmale nicht nur als historische Kunstwerke, sondern auch als Ausdruck politischer Überzeugungen zu verstehen. Entdecken Sie, Kunstwerke, sondern auch als Produkt politischer und gesellschaftlicher Überzeugungen der Zeit ihrer Entstehung zu verstehen. Entdecken Sie nicht nur wie Erinnerung gestaltet wird, warum bestimmte Botschaften über Generationen weitergegeben werden und diskutieren Sie mit, wie unsere Gesellschaft heute mit Monumenten umgehen sollte, die Krieg und Heldentum verherrlichen.
Geschichte in Stein gemeißelt – Kriegerdenkmale: Ihre Entstehung und Interpretation
30.12. 14.00–16.30 Uhr / Frankfurter Stadtevents
Frankfurter Stadtevents
Frankfurt
Tickets