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© Danilo Galvao

Manifesto transprofágico

Der Körper als Schauplatz: Die brasilianische Aktivistin und Performerin Renata Carvalho steht nackt vor dem Publikum – nackt, das bedeutet für Carvalho travesti. Mit einer Mischung aus autobiografischer Erzählung und politischem Manifest berichtet sie von einem Leben unter ständiger Beobachtung. „Mein Körper ist mir immer voraus“, sagt sie und setzt ihn bewusst den Blicken des Publikums aus; sie lädt dazu ein, ihn unvoreingenommen zu betrachten. Dabei spricht sie auch über dessen bewusste, stufenhafte Verwandlung – durch Hormone, Industriesilikon, Brustimplantate: „Auf gewisse Weise wurde ich mit mir selbst schwanger. Ich habe mich selbst geboren.“ Carvalhos Arbeit öffnet den Blick bewusst für die Performativität, die Veränderbarkeit und die fluide Identität von Körpern und stellt sich selbst in einen größeren Zusammenhang von „Transpophagie“ – einem Prozess des Aneignens und Verwandelns der eigenen wie der kollektiven trans* Vorfahr*innenschaft – der „transcestralidade“.


Manifesto transprofágico

6.11. 18.00 Uhr, 7.11. 20.00 Uhr / Frankfurt LAB

Frankfurt LAB

Gallus, Schmidtstraße 12

Train IconSchmidtstraße: Bus 34; Haltestelle Möchhofstraße, Linien 11 & 21

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