© Monika Rittershaus
Hänsel und Gretel
Auf Anregung seiner Schwester Adelheid Wette vertonte der glühende Wagner-Verehrer Engelbert Humperdinck in den frühen 1890er Jahren für den Hausgebrauch deren Verse zu einem Märchenspiel. Nach der erfolgreichen Vorstellung im Familienkreis beschloss man, sie zu ergänzen und einige Jahre später als Oper herauszubringen. Regisseur Keith Warner lässt in seiner Inszenierung das Geschwisterpaar, das seine Kindheit in einem Waisenhaus verbracht hat, das Erlebte erinnern. Von der schimpfenden Pflegemutter vor die Tür gesetzt, allein und mit ihren Ängsten konfrontiert, befreien sich die Kinder schließlich. Als Erwachsene blicken sie auf den Wald ihrer Erinnerung zurück, um gereift ihren weiteren Lebensweg zu beschreiten. Warners fantasievolle und psychologisch fein gearbeitete Lesart von Humperdincks Oper rückt das Unbewusste in den Fokus.
Hänsel und Gretel
13./20.11. 19.00 Uhr, 22.11. 15.30 Uhr / Oper Frankfurt
Oper Frankfurt
Innenstadt, Willy-Brandt-Platz 1
Willy-Brandt-Platz: U1–5, Linie 11/12, Bus N1/N4/N8, Willy-Brandt-Platz: U1–5, Linie 11/12